Die typische Empfehlungen für die Technik liegen bei den gleichen Heizlüftern, komplex einzustellenden Temperatur-Zeitschaltuhren und einem digitalen Temperaturregler mit Fühler, der dauerhaft arbeitet. Oft werden immer diese drei Produkte benannt, als würden die Nennenden dabei mittels Provision zur Nennung verpflichtet:



Das finde ich jedoch sehr schade!
Am Anfang noch blind, haben wir selbstverständlich diese Produkte für die Erstausstattung natürlich ebenfalls angeschafft. Schnell kamen wir aber zu dem Schluss, dass uns diese Situation nicht ganz zufrieden stellt.
Erwähnen möchte ich, OHNE ABWERTUNG, dass dies wohl die einfachsten Möglichkeiten sind ein Frühbeet auszustatten.
Unsere Erwartungen an Tracking & Statistiken, Bedienerfreundlichkeit und insbesondere der Flexibilität wurden dabei bei Weitem nicht erfüllt!
Somit standen weitere Überlegungen an:
– Siemens Logo?
– Mikrocontroller – Raspberry Pi, Arduino oder ähnliches?
– was ganz anderes?
Bewertungskriterien:
– Komplexität der Programmierung
– Verfügbarkeit der Komponenten
– Kosten der Komponenten
– Ausfallsicherheit (Strom / Internet)
– flexible Parametrierbarkeit
– Aufzeichnen von Daten
Wir haben uns für ein einfaches Smart Home System entschieden, welches mit Tuya/Smart Life arbeitet. Dafür gibt es schaltbare Steckdosen für Heizlampen, Beleuchtung, Heizlüfter und vieles mehr. Aber eben auch entsprechende Sensoren für Temperatur, Feuchtigkeit, Fensterkontakte. Ich muss das Frühbeet ja nicht beheizen, wenn der Deckel offen steht. Ebenso auch Kameras, Bewegungsmelder und so.
Die einzigen Risiken, in der oben angegeben Bewertung sehen wir in der Ausfallsicherheit und dem Datenschutz.
Ohne Internet, kein Smart Home System. Das Problem hätten wir mit den anderen Lösungen umschiffen können. Jedoch sind alle Komponenten auch manuell per Tastendruck schaltbar. Mittels Infrarotthermometer sind die Temperaturen schnell erfasst.
Aber bei Stromausfall, helfen auch die anderen Lösungen nichts.
Thema Datenschutz: Meines Erachtens, verarbeiten wir im direkten Bereich keine grob schützenswerte Daten. Die Benutzerprofile wurden anonym angelegt. Also vielleicht mögen es die beiden Tiere nicht, wenn jemand ihre Wohlfühltemperaturen kennt.

Erhältlich sind diese Komponenten bei einem der beiden großen A’s, versandt entweder aus Nordamerika oder Asien direkt. Wir alle wissen, wo diese Komponenten letztendes doch alle herkommen. Von daher waren wir unabhängig von Lieferzeiten und haben uns dementsprechend eingedeckt.
Übersicht Komponenten
| Temperatursensoren mit zusätzlichem externen Fühler | 5 |
| Temperatursensoren | 2 |
| Bewegungsmelder | 2 |
| Fensterkontakt | 2 |
| Schaltrelais (4x DO; max. 10 A) | 3 |
| USB Stromversorgung für verschiedene Sensoren und Aktoren | 3 |
| Jalousie-Relais | 2 (bisher nicht eingebunden) |
| Kameras | 4 |
Verschiedene Kameras hatten wir ausprobiert, auch mit den dreh- und neigbaren Linsenköpfen, teilweise waren wir nicht zufrieden, vielleicht hätten wir aber da auch nach hochwertigeren Angeboten suchen sollen. So sind es jetzt nur vier einfache, statische Kameras, die aber ebenfalls auch Bewegungen detektieren können und bei denen man „Alarmzonen“ festlegen kann. You get what you pay.
Die Programmierung aller Funktionen ist denkbar einfach!
Beispiel Szene: TAG – Heizkabel Schlafhaus links einschalten
Signalquelle:
Schlafhaus links Bodentemperatur
Wert:
kleiner 15,0°C
Aktion:
Steckdose „Heizkabel links“ einschalten
Zeitraum:
Datum: immer
Uhrzeit: von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Screenshot noch einfügen!
Möglich sind aber auch Funktionen wie:
30 Min vor Sonnenaufgang in Bechtolsheim bis 30 Min nach Sonnenuntergang
Und das nur am dritten Sonntag im Monat…
Und dann ausschalten, wenn die Temperatur eben den gewünschten Wert überschreitet. Fertig.
Jederzeit über das Handy von jedem Ort aus anpassbar. Abrufbar sind Schaltprotokolle, die Kurven des Temperatursensors und vieles mehr.
Das einzige, was wir aktuell noch suchen, ist eine „Elektrische Hühnerklappe“ die mit dem Smart Life System kompatibel ist. Falls jemand eine Idee hat, gerne melden!
Da würde ich nämlich folgendes einstellen:
ÖFFNEN: 1h nach Sonnenaufgang, wenn es draußen mindestens x °C sind.
Unser Lösung lief, bis auf ein paar Anfängerfehler, super im Jahr 2025. Für das nachfolgende Jahr, haben wir nochmal nachinvestiert und einen neuen Verteiler gebaut:

Viele der Sensoren nutzen Batterien als Energiequelle, dafür setzen wir USB-gespeiste Batteriedummies ein, damit reduzieren wir den Batterieabfall:


Hier mit der Ausfräsung für die Zuleitung der USB-Versorgung.
Für diese Sensoren haben wir ein separates USB-Netzteil vorgesehen.
